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Die 70er Jahre
Die Berufsnot vieler Jugendlicher wird immer bedrohlicher. Jugendarbeitslosigkeit und Lehrstellenmangel greifen um sich mit ihren verheerenden Folgen. Die CAJ demonstriert in Köln, dem Sitz der Arbeitgeberverbände, gegen den Lehrstellenabbau und für eine Verbesserung und Gleichstellung der beruflichen Bildung mit der Allgemeinbildung.
Nach der Verabschiedung einer Grundsatzerklärung der CAJ auf dem Weltrat 1975 in Linz entbrennt in der deutschen Öffentlichkeit eine Diskussion darüber. Der CAJ wird jetzt plötzlich durch eine Pressekampagne vorgeworfen, dass sie den Klassenkampf wolle. Und das, obwohl Monate vorher niemand auf sie gehört hatte. Innerhalb der CAJ gibt es zu dieser Zeit große inhaltliche Auseinandersetzungen über den zukünftigen Weg.
Bei dem 1. Nationalausschuss in Recklinghausen unter dem Motto: „Kritisch sein verpflichtet“ wird 1976 das erste Selbstverständnis verabschiedet. Dies ist eine Interpretation der internationalen Grundsatzerklärung, auf die deutsche Situation bezogen.
Beim 2. Nationalausschuss befürwortet die CAJ alle Aktivitäten, die zu einer einzigen Einheitsgewerkschaft - dem DGB - führen.
Die 60er Jahre
Ein Höhepunkt in der Entwicklung der CAJ ist der erste Kongress in Essen. Im Vorfeld fand eine Fragebogenaktion statt. Die CAJ gewinnt ein klares Bild zur Situation der jungen Arbeiter im Arbeitsleben, in der Freizeit, in der Bundeswehr. Ebenso werden die Probleme der ausländischen Arbeiter untersucht. 300 Delegierte entwickeln aufgrund der Ergebnisse einen Aktionsplan. In der Abschlusskundgebung des Kongresses sind über 30.000 CAJ’lerinnen im Grugastadion versammelt. Den Festgottesdienst feiert Joseph Kardinal Cardijn.
Bei der allgemeinen Bildungseuphorie in der BRD hat man die berufliche Bildung beiseite geschoben. Immer mehr setzt sich der Gedanke durch, dass nur der gebildet ist, der Abitur und Studium hinter sich hat. Die Arbeiterjugend fühlt sich mit Recht im Stich gelassen. So treffen sich 1969 über 30.000 CAJ’lerInnen in Bonn zu einer Demonstration.
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